berühmte Tote und die Galeries Lafayette

Die Franzosen sind stolz auf ihr Land und auch auf die Leistungen ihrer Landsleute. Auf dem Hügel der hl. Genoveva im 5. Arrondissement befindet sich der Panthéon, der bis zur Franzöischen Revolution auch eine Kirche zu Ehren der hl. Genoveva war und dann zu einer säkularisierten Gedenkstätte umgewidmet wurde. Hier finden die großen Töchter und Söhne Frankreichs die letzte Ruhe. Schon Chlodwig I. (gestorben 504) wurde hier im Vorgängerbau beerdigt. Heute ruhen hier so bekannte Menschen wie Victor Hugo, Pierre und Marie Curie, Alexandre Dumas, Jean Jacques Rousseau, Voltaire oder Émile Zola. Gegenüber befindet sich die Juristische Fakultät der Sorbonne.

Mit der Metro geht es zum größten Friedhof von Paris, dem Cimetière du Père-Lachaise direkt an der gleichnamigen Metrostation. 2 Millionen Besucher finden sich jährlich auf der Ruhestätte ein auf dem so berühmte Menschen wie Oscar Wilde,  Jim Morrison, Édith Piaf oder Frédéric Chopin ruhen. Der Parkfriedhof ist sehr groß und die Grabstellen sehr eng zusammengestellt – sollte man jmd. bestimmten suchen empfiehlt sich durchaus der Kauf eine Karte um € 2,50

Von den Toten zu den äußerst Lebenden – in der Galeries Lafayette. Das Stammhaus der Kaufhauskette, dass in jeder größeren Stadt Frankreichs eine Filiale hat wurde 1893 als Wäschemodengeschäft in der 1 rue de La Fayette, welches in den folgenden 13 Jahren stark ausgedehnt wurde und nun über eine Verkaufsfläche von 18.000 m² verfügt. In dieser Zeit entstand auch das Stammhaus in der heutigen Form im Jugendstil mit der bekannten farbigen Glaskuppel. Die 7. Etage gibt den Ausgang auf die Dachterrasse, von der sämtlichen der wichtigen Sehenswürdigkeiten der Haupstadt ersehen werden können. In der Folge geht es mit der Metro 7 direkt zum Musée de Louvre – die Schlange hält aber noch von einem Besuch ab. Mittwochs und Freitags hält das Museum allerdings bis 21:45 offen – man beschließt eine kleine Verschnaufpause und später wiederzukommen.

Am Heimweg geht es noch an der sehr schönen Kirche Notre-Dame de Lorette vorbei. Sie ist der Heiligen Maria von Loreto (Italien) geweiht, dem nach Rom zweitwichtigsten Wallfahrtsort der Katholiken. Der Legende nach sollen Engel das Haus Mariens (das „santa casa“) von Nazareth nach Loreto gebracht haben. Die Kirche ist im Stil einer römischen Basilika erbaut.

Cathédrale Notre-Dame de Paris

Spätestens seit Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ gehört die Kathedrale zu den wichtigsten Wahrzeichen der französischen Hauptstadt. Begonnen wurde der Bau 1163 – somit feiert man heuer ein 850-Jahr-Jubiläum. Komplett beendet wurde das Unternehmen im Jahre 1345. Die beiden Türme sind jeweils 96 Meter hoch, das Schiff im Inneren 130 lang, 48 breit und 35 Meter hoch und es finden bis zu 10.000 Menschen Platz.

Die Kirche ist, wie der Name schon sagt „unserer lieben Frau von Paris“ gewidmet. Auch in der Kirche stößt man immer wieder auf Maria. Die Kirche selbst besticht durch ihre gotischen Fenster, die in allen Farben strahlen – natürlich besonders wenn das Sonnenlicht durchfällt. Hervorzuheben ist jetzt noch in der Weihnachtsoktav die Krippe, die äußerst Umfangreich ist und sogar über fließend Wasser über eine Brücke verfügt.

Notre-Dame war auch Schauplatz zahlreicher historischer Ereignisse wie des Revisionsprozesses von Johanna von Orléans (Jeanne d’Arc) oder der Krönung von Napoleon. In der Schatzkammer der Kathedrale befinden sich die Dornenkrone und ein Kreuznagel.

Am Domplatz liegt zudem der „Kilomètre zéro“, der Refernzpunkt für Entfernungsangaben nach Paris (zB für Autobahnen etc.)