Au revoir Paris

Der letzte Tag beginnt mit einer Reise zu „La Madeleine“, zu deutsch: Maria Magdalena, Einer Pfarrkirche die ursprünglich 1764 von Ludwig XV im Auftrag gegeben wurde, während der Revolution der Bau wegen alternativer Ideenfindung unterbrochen war und schlussendlich von Ludwig XVIII in Andenken an Ludwig XVI und Marie Antoinette weiterbauen ließ und unter Louis-Philippe 1842 beendet wurde. In der Kirche fanden die Requien u.a. für Chopin und Marlene Dietrich statt.
Über eine breite Straße ist La Madeleine direkt mit dem Place de la Concorde verbunden, dessen golden-bespitzter Obelisk schon von weiten glänzt. Hier wurden ab 1792 in 2 ½ Jahren über 1100 Menschen mit der Guillotine geköpft – darunter auch Marie Antoinette – später auch Robespierre selbst. Der Obelisk stammt aus Luxor, ist 23 Meter hoch und wiegt 250 t. Seit 1836 steht er auf dem Platz als Geschenk des ägyptischen Vizekönigs Mehmet Ali and den franzöischen König Louis-Philippe.

Wenn man als Namenspatronen einen der berühmtesten Heiligen Frankreichs hat, dann muss man natürlich auch seine Straße besuchen – noch dazu wenn es sich um einen Kai direkt an der Seine handelt.

An der U-Bahn-Station Invalides befindet sich der bekannte Invalidendom mit seiner goldenen Kuppel. Hier kam Napoleon zu seiner endgültig letzten Ruhe, 30 Jahre nach seinem Tod auf St. Helena. Das ist gleichzeitig auch die letzte Station dieser Parisreise – weil der Pariser Flughafen kein Web-check-in anbietet empfiehlt sich eine rechtzeitige Anfahrt zum Flughafen – so wie die Herfahrt auch mit dem RER B direkt zum Terminal.

Au revoir Paris…

Château de Versailles

Schloss Versailles liegt im gleichnamigen Vorort von Paris und ist mit der RER C direkt innerhalb einer knappen halben Stunde erreichbar. Sie liegt in der Zone 4 – mit dem Navigo ist das aber kein Problem (damit hat es sich auch schon gerechnet allein durch Flughafen hin und re und Versailles hin und re). Wie auch im Louvre gilt für U26-EWR-Bürger freier Eintritt. Allerdings ist die Schlange heute nicht vorm Ticketschalter sondern vorm Eingang. Nach dem Motto „Frechheit siegt“ geht es etwas schneller (mehr wird dazu hier nicht gesagt…). Im Schloss gibt es noch gratis Audioguides und schon kann man sich frei bewegen. Die Prunkräume Ludwigs XIV und seiner Frau, den weltbekannten Spiegelsaal und auch die Gärten – allerdings im Winter natürlich weniger Prachtvoll und auch die Wasserspiele nicht eingeschaltet. Eine Reise lohnt sich trotzdem! Auch wenn vor dem Eingang eine Schlange steht – es empfiehlt aber (um wenn, dann nur 1x Schlange stehen zu müssen) ein Ticket über das Internet zu bestellen.

Das Schloss selbst wurde von einem Jagdschloss unter Ludwig XIV zur Residenz erweitert, durch die Französische Revolution wurde das Schloss leer, die Möbel verkauft und nicht weiter genutzt. Erst Ludwig Philip ließ die Räume wieder herrichten. Im folgenden war Versailles dreimal bedeutsam für das Ende eines Deutsch-Französichen Krieges: 1871 wurde hier Wilhelm I. von Preußen zum deutschen Kaiser, 1918/19 wurde hier der Friedensvertrag für Deutschland verhandelt und nach dem 2. Weltkrieg begann hier die Aussöhnung mit dem Nachbar.

Im Lichthof befindet sich seit der 3. Republik der Saal der Nationalversammlung bzw. des Kongresses, der auch heute noch hier zusammentritt.

Schloss Versailles gilt als Vorbild vieler Schlösser dieser Zeit so auch für das Schloss Schönbrunn oder der Würzburger Residenz. Schloss Herrenchiemsee nahm die Mittelpartie des Schlosses nicht nur als Vorbild sondern als genau Vorlage.