Храна и напитки в София – Wine & Dine in Sofia

Zwei Nächte in Sofia sind natürlich viel zu wenig um alle bulgarischen Köstlichkeiten zu kosten. Eine Mischung aus Balkan und Osmanischen Reich – ab und zu ein bisschen mediterran, aber immer lecker.

Das erste Essen gibt’s aber in einem Burger’n’Steak-Restaurant: dem „Boom!“ (15 Karnigradska St.). Der relativ große Ceasar-Salad um umgerechnet € 4,55 kommt mit echten Anchovis und die Zwiebelringe sind sicherlich selbst gemacht und kommen auf € 1,55. Zum gleichen Preis gibt’s auch die Pommes, die selbstgeschnitzt und außen kross und innen soft daherkommen.

Der erste Abend ging gleich neben dem Hotel von statten: im При Яфата (Pri Yafata). Es gibt sicher schickere Läden, es gibt sicher schickeres Essen und weniger touristisch – ABER das Essen ist toll, die Kellner freundlich und geduldig. Ein wohlschmeckender Wein (keine Nachwirkungen) kostet 18 Lew, das Essen ab 8 Lew aufwärts. Der Rakia (bulgarisch für Digestiv) kostet 2,80 Lew. Erwähnenswert wäre hier das der Digestiv 5cl hat. Der tradtionelle Schopska-Salat um die 3 € kommt beim Test sehr gut an. Als einziges vermissen wir ein Brot (das kriegt aber niemand…). Das Abendessen für 3 Personen kommt so auf ca. 50 € inkl. Wasser und Wein. Die „Heurigenmusik“ gibt’s gratis.

 

Der zweite Abend geht in ein noch touristischeres Haus als am Vortag: Хаджидрагановите къщи (Hadjidraganovite kashti – 75 Kozloduy str). Die Preise sind aber ähnlich gut wie am Vortag und das Essen schmeckt fast noch besser. Also keine Sorge – in Sofia kann man in ausgewählten Touristenlokalen gut essen! Auch unser Reiseführer führt das Lokal als Geheimtipp. Der Schopska-Salat kostet € 2,30. Die Hauptspeisen wieder ähnlich und der Mavrud-Wein (wie am Vortag) schmeckt um 20 Lew auch so gut wie am Vortag. Als Nachtisch ein Baklava mit Schlag (oder Eischnee…) und wieder Rakia, der schmeckt noch besser wie am Vortag! Wirklich zum gustieren ist aber auch die Einrichtung des Lokals – laut Internetseite haben sie das Interieur aus historischen Gebäuden aus ganz Bulgarien zusammengetragen (u. a. auch aus Bansko – bekannt aus dem Damen-Schi-Weltcup).

Die zwei Lokale vom Abendessen mögen hauptsächlich mit Touristen gefüllt sein – das liegt aber sicherlich nicht am Essen sondern an den Preisen: ein bulgarischer Pensionist muss im Monat mit umgerechnet ca. € 150  auskommen – da bleibt nicht viel für derlei im Verhältnis teure Vergnügen. Das Essen auf jeden Fall war frisch vom Grill, das Gemüse und die Salate knackig, der Schafskäse frisch. Wir haben die günstigsten Weine probiert und sie schmeckten gut und machten keine Kopfschmerzen. Die Bedienungen freundlich und aufmerksam – beide Lokale sind durchaus zu empfehlen um einen ersten Einblick in die bulgarische Küche zu kriegen. Das Boom! ist sicher eher für Lunch– aber wenn die Steaks so schmecken wie Burger und Salat – dann bildet es sicher einen guten Auftakt für einen tollen Abend.