Château de Versailles

Schloss Versailles liegt im gleichnamigen Vorort von Paris und ist mit der RER C direkt innerhalb einer knappen halben Stunde erreichbar. Sie liegt in der Zone 4 – mit dem Navigo ist das aber kein Problem (damit hat es sich auch schon gerechnet allein durch Flughafen hin und re und Versailles hin und re). Wie auch im Louvre gilt für U26-EWR-Bürger freier Eintritt. Allerdings ist die Schlange heute nicht vorm Ticketschalter sondern vorm Eingang. Nach dem Motto „Frechheit siegt“ geht es etwas schneller (mehr wird dazu hier nicht gesagt…). Im Schloss gibt es noch gratis Audioguides und schon kann man sich frei bewegen. Die Prunkräume Ludwigs XIV und seiner Frau, den weltbekannten Spiegelsaal und auch die Gärten – allerdings im Winter natürlich weniger Prachtvoll und auch die Wasserspiele nicht eingeschaltet. Eine Reise lohnt sich trotzdem! Auch wenn vor dem Eingang eine Schlange steht – es empfiehlt aber (um wenn, dann nur 1x Schlange stehen zu müssen) ein Ticket über das Internet zu bestellen.

Das Schloss selbst wurde von einem Jagdschloss unter Ludwig XIV zur Residenz erweitert, durch die Französische Revolution wurde das Schloss leer, die Möbel verkauft und nicht weiter genutzt. Erst Ludwig Philip ließ die Räume wieder herrichten. Im folgenden war Versailles dreimal bedeutsam für das Ende eines Deutsch-Französichen Krieges: 1871 wurde hier Wilhelm I. von Preußen zum deutschen Kaiser, 1918/19 wurde hier der Friedensvertrag für Deutschland verhandelt und nach dem 2. Weltkrieg begann hier die Aussöhnung mit dem Nachbar.

Im Lichthof befindet sich seit der 3. Republik der Saal der Nationalversammlung bzw. des Kongresses, der auch heute noch hier zusammentritt.

Schloss Versailles gilt als Vorbild vieler Schlösser dieser Zeit so auch für das Schloss Schönbrunn oder der Würzburger Residenz. Schloss Herrenchiemsee nahm die Mittelpartie des Schlosses nicht nur als Vorbild sondern als genau Vorlage.

Palais Royal – Musée de Louvre

… so tönt es aus der Metrosprechansage (ab und zu funktioniert sie auch) wenn man mit der Metro 1 oder 7 in die Station einfährt. Die Mona Lisa ist der wohl bekannteste Gast in diesem Museum, dass im ehemaligen königlichen Schloss untergebracht ist und zu einem der größten der Welt zählt. Spätestens seit dem Da-Vinci-Code(-Film) kennen die meisten auch die Pyramiden im Innenhof, unter der laut Dan Brown das Grab Maria Magdalenas zu finden sein soll..

Die Sammlung des Louvre umfasst rund 380.000 Werke von denen 35.000 ausgestellt sind und zwar auf einer Fläche von ca. 60.000 m².  Dementsprechend viel gibt es auch zum Ansehen und Laufen. Das Museum ist in verschiedene Trakte unterteil, die ihrerseits mehrere Etagen haben. Als U-26 EWR-Bürger kommt man gratis in das Museum was den Druck etwas nimmt sich alles genau ansehen zu lassen. Nachdem die Schlange auf ein Zehntel des Nachmittags geschrumpft ist, ist das Hineinkommen kein Problem mehr. Das wichtigste ist (natürlich) die Mona Lisa – man kann nicht daran vorbei (es wäre als würde man die Vatikanischen Museen ohne die Sixtinische Kapelle besichtigen). Der Zaulauf ist ungebrochen – aber wenn man den richtigen Trakt gefunden hat dann findet man „La Gioconda“ auch sehr schnell, denn da wo es am meisten blitzt muss sie sein. Nach Da Vinci und dem Trakt in dem sein (sicher nicht bestes aber eben bekanntestes) Werk hängt geht es noch zu den Ägyptern und zur Venus von Milo. Im Untergeschoss kann man auch noch die mittelalterlichen Mauern des alten Königspalastes sehen.

Wem das wenig vorkommt in diesem Museum sei gesagt: Allein die Besichtigung dieser Trakte und Abteilungen hat über 2 Stunden gedauert und nach ausgedehnten Spaziergängen unter Tags ist es irgendwann zu Ende.

Zu Essen geht es heute in eine Bar/Minirestaurant das bequemerweise an der M1 liegt und so direkt vom Louvre erreichbar ist. Es nennt sich „Chez Prosper“ und bietet erfreulicherweise Steak et frites und Salat um € 17,– an (für Paris unsagbar toller Preis nochdazu das Steak 300 g hat). Ein Wein um € 3,70 von den Ufern der Rhone dazu und schon lebt es sich wieder wie Gott in Frankreich (auch mit schmerzenden Füßen).

berühmte Tote und die Galeries Lafayette

Die Franzosen sind stolz auf ihr Land und auch auf die Leistungen ihrer Landsleute. Auf dem Hügel der hl. Genoveva im 5. Arrondissement befindet sich der Panthéon, der bis zur Franzöischen Revolution auch eine Kirche zu Ehren der hl. Genoveva war und dann zu einer säkularisierten Gedenkstätte umgewidmet wurde. Hier finden die großen Töchter und Söhne Frankreichs die letzte Ruhe. Schon Chlodwig I. (gestorben 504) wurde hier im Vorgängerbau beerdigt. Heute ruhen hier so bekannte Menschen wie Victor Hugo, Pierre und Marie Curie, Alexandre Dumas, Jean Jacques Rousseau, Voltaire oder Émile Zola. Gegenüber befindet sich die Juristische Fakultät der Sorbonne.

Mit der Metro geht es zum größten Friedhof von Paris, dem Cimetière du Père-Lachaise direkt an der gleichnamigen Metrostation. 2 Millionen Besucher finden sich jährlich auf der Ruhestätte ein auf dem so berühmte Menschen wie Oscar Wilde,  Jim Morrison, Édith Piaf oder Frédéric Chopin ruhen. Der Parkfriedhof ist sehr groß und die Grabstellen sehr eng zusammengestellt – sollte man jmd. bestimmten suchen empfiehlt sich durchaus der Kauf eine Karte um € 2,50

Von den Toten zu den äußerst Lebenden – in der Galeries Lafayette. Das Stammhaus der Kaufhauskette, dass in jeder größeren Stadt Frankreichs eine Filiale hat wurde 1893 als Wäschemodengeschäft in der 1 rue de La Fayette, welches in den folgenden 13 Jahren stark ausgedehnt wurde und nun über eine Verkaufsfläche von 18.000 m² verfügt. In dieser Zeit entstand auch das Stammhaus in der heutigen Form im Jugendstil mit der bekannten farbigen Glaskuppel. Die 7. Etage gibt den Ausgang auf die Dachterrasse, von der sämtlichen der wichtigen Sehenswürdigkeiten der Haupstadt ersehen werden können. In der Folge geht es mit der Metro 7 direkt zum Musée de Louvre – die Schlange hält aber noch von einem Besuch ab. Mittwochs und Freitags hält das Museum allerdings bis 21:45 offen – man beschließt eine kleine Verschnaufpause und später wiederzukommen.

Am Heimweg geht es noch an der sehr schönen Kirche Notre-Dame de Lorette vorbei. Sie ist der Heiligen Maria von Loreto (Italien) geweiht, dem nach Rom zweitwichtigsten Wallfahrtsort der Katholiken. Der Legende nach sollen Engel das Haus Mariens (das „santa casa“) von Nazareth nach Loreto gebracht haben. Die Kirche ist im Stil einer römischen Basilika erbaut.