Sightseeing in Stockholm med Stockholmskortet

Nach Stockholm kommt man von allen größeren Flughäfen mit günstigen Linienflügen (sogar von Salzburg via Berlin TXL) zum Arlanda-Flughafen. Von dort nimmt man am bequemsten den „Arlanda Express“, eine Direktverbindung direkt zum Hauptbahnhof (T-Centralen) und somit zum T-Bana-Verkehrskontenpunkt.

Zu meinem 4. Besuch in Stockholm entschloss ich mich mal wieder zur groß beworbenen „Stockholmkarte“. Diese gibt’s online zu bestellen oder direkt am Flughafen oder vis-á-vis des Bahnhofs zu kaufen. Der Aufenthalt dauerte knappe drei Tage – darum gleich eine 72-h-Karte zum Preis von SEK 750.-. Die Karte gibt es auch für 24, 48 und 120 Stunden.

Mit der Karte kann man nicht nur 99 % der Museen, Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten ansehen – sie gilt auch als Fahrkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel (außer o.g. Arlanda-Express). Der Preis erscheint zunächst hoch, allerdings sind die meisten Stockholmer Sehenswürdigkeiten nur gegen Entgelt zu sehen – das Geld ist gut investiert!

Am ersten Tag sieht man sich in einer Stadt normalerweise die Altstadt („gamla stan“) an. Nach dem Essen im Stortorgetskällaren (Mittagskarte sehr empfehlenswert! – abends teurer aber natürlich auch sehr lecker) kommt man gegenüber zum Nobelmuseum. Nach diesem geht man die Straße weiter und kommt gleich am Stockholmer Dom vorbei, in dem sich Prinzessin Viktoria und Daniel Westling 2010 das Ja-Wort gaben und auch auf den Tag genau 34 Jahre vorher die jetzige Königin Silvia König Carl XVI. Gustav ehelichte. Fast an die „Storkyrkan“ angrenzend findet sich das „Kungliga Slottet“. Mit der Stockholmkarte kann man natürlich die königlichen Appartements ohne Mehrkosten besichtigen. Nach einer Reise auch außen um das Schloss und einer Wachablöse kommt man über den Strömbron zur Anlegestelle wo die Stockholmkarte zu einem Bootsausflug um die Insel Djurgården lädt (Dauer ca. eine Stunde). Mit diesen must-haves wäre man ohne Stockholmkarte bereits 430 SEK los gewesen – rechnet man die Kosten für ein 3-Tages-Ticket für den öffentlichen Verkehr hinzu sind es bereits 700 SEK.

Der zweite Tag beginnt modern am Globen Sky View. Außerhalb der bekannten Veranstaltungshalle befinden sich 2 „Bälle“ die bis zur Spitze des Globen nach oben fahren und einen wunderbaren Blick auf die ganze Stadt freigeben. Weitergeht’s mit einem traditionellen must-have: der Vasa – einem Schiff, das bei der Jungfernfahrt unterging und in den 80ern wiederentdeckt und restauriert wurde (-> hier der Bericht zur Vasa aus 2009). Weiter auf Djurgården lädt das Spritmuseet zu einem Rundgang ein – leider hat der Umzug und die Neukonzeption etwas geschadet, das alte war weit besser. Mit der Stockholmkarte kann man aber bedenkenlos eine Runde drehen und ein Kaffee am Wasser ist auch was. Hinter dem Vasamuseet befindet sich „Skansen“ ein Park in dem das traditionelle Leben in Schweden dargestellt wird – auch viele Tiere gibt’s zu sehen. Hier eine Pause und „fika“ machen! Eine Station weiter findet sich „Gröna Lund“ – ein Vergnügungspark für Alt und Jung und einem „Restaurant Tyrol“. Der Sightseeing-Tag endet und ohne Karte hätten wir 515 SEK ausgegeben.

Der letzte Tag geht ruhig von statten – die Riddarholmskyrkan, die Grabeskirche der schwedischen Könige steht auf dem Plan. Zu Fuß geht es dann noch weiter zum Stadhuset, in dem jährlich das Nobelbankett stattfindet (ein schöner Bogen zum ersten Tag!). Die Führungen gibt es hier auch auf Deutsch. Mit dem Bus geht es zurück nach Gamla Stan. An sitzungsfreien Tagen bietet der Schwedische Reichstag gratis Führungen an. Es gibt keine Voranmeldungen und max. 25 Personen werden pro Führung genommen (lt. Anschlag) – bei uns waren es mehrere… Es gilt: wer zuerst kommt… Die Führungen gibt es auf Englisch und Schwedisch. Nach dem Reichstag gibt es als quasi „krönenden Abschluss“ noch einen Abstecher in die Schatzkammer. Auch diese ist wieder mit der Stockholmkarte zu besichtigen (ansonsten gilt die Eintrittskarte fürs Schloss 7 Tage als Kombiticket – wird also hier nicht mehr berechnet). So kommt der dritte Tag auf 130 SEK.

Insgesamt konnten wir mit der Stockholmkarte Leistungen im Wert von 1.345 SEK lukrieren – und haben so 595 SEK oder ganze 70 EUR gespart. Dazusagen müsste man vielleicht, dass bei einer konsequenten Ausnützung der Karte weit mehr zu sparen sein wird – dem Leser wird aufgefallen sein, dass max. 5 – 6 Angebote pro Tag in Anspruch genommen wurden – aber auch ein Citytrip sollte vor allem erholsam sein :)