Walhalla – „Halle der Gefallenen“ in Donaustauf

Walhalla-Str. 48, 93093 Donaustauf, -> Website

1806, nach Zerfall des Kaiserreichs, ließ (damals Kronprinz, später König) Ludwig I. eine Ruhmeshalle planen, die die Deutschen einen sollte – unter deutschen verstand Ludwig „Teutscher Zunge zu seyn, wird erfordert, um Walhalla’s Genosse werden zu können“. Dazu zählen also nicht Deutsche im heutigen Sinne sondern ausgehend von Germanen auch Westgoten, Briten, Niederländer, Schweden, Balten etc. bis hinauf zu seiner Zeit. Auch ist sie keinesfalls auf Adelige oder Männer reduziert: „Kein Stand nicht, auch das weibliche Geschlecht nicht, ist ausgeschlossen. Gleichheit besteht in der Walhalla; hebt doch der Tod jeden irdischen Unterschied auf.“ (Insgesamt sind allerdings von 128 Büsten nur 5 Frauen gewidmet.). Erbaut wurde es 1830 – 1842 nach Plänen des Architekten Leo von Klenze. Die feierliche Eröffnung fand am 18. Oktober 1842 statt. Derzeit findet der letzte Teil einer Innenrenovierung statt, sodass zum 160. Jubiläum das Gebäude in altem Glanz erstrahlen kann.

Jeder kann eine zu ehrende Person aus der germanisch-deutschen Sprachfamilie frühestens 20 Jahre nach deren Tod vorschlagen, über die Neuafnahme entscheidet der Bayrische Ministerrat. Der Vorschlagende hat bei Bewilligung die Kosten für Anfertigung und Aufstellung der Büste zu tragen.

Einige der Bekannteren mit „teutscher Zunge“ sind unten vertreteten…

Die Anreise erfolgt einfacherweise per Auto – Abfahrt Neutraubling/Barbing von der A3. Ein Parkplatz kostet 2 € – von dort führt ein etwa 10 minütiger, befestigter Weg zur Hinterseite der Walhalla. Der Eingang befindet sich auf der Vorderseite, von der man auch einen Blick über das Donautal (bei schönem Wetter bis nach Straubing) hat. Eintritt beträgt 3 € für Erwachsene – Audioguides kosten 4 €.