Nürnberg – Geburtsort der Bratwurst

Nürnberg, die zweit größte Stadt Bayerns liegt mitten in Franken im Norden des Freistaats und verlebte eine wechselseitige Geschichte seit ihrer Gründung zwischen 1000 und 1040. Viele Kaiser wählten Nürnberg als Aufenthaltsort – darunter  Karl IV. der in der Stadt die Goldene Bulle erließ, das „Grundgesetz“ des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation.

Die Nürnberger Rostbratwurst ist der wohl bekannteste Exportartikel. Eine historische Bratwurstküche – und laut eig. Angaben auch die älteste – findet man in der Zirkelschmiedgasse im „Zum Gulden Stern“. Die Rostbratwürste gibt’s frisch gebraten auf dem Buchenholzrost und werden entweder mit Kartoffelsalat oder Sauerkraut serviert (6 Stück mit Beilage zu € 7,20). Dazu trinkt man am besten ein dunkles Alt-Bier. Schmeckt besonders beim Besuch vorherrschendem Regenwetter und in der urigen Umgebung gleich nochmal so gut.

Direkt vor dem „Weißen Turm“ (ein Stadttorturm der vorletzten Befestigung) und heute eine U-Bahnstation am Ludwigsplatz steht das „Ehekarusell“ (offiziell: Hans-Sachs-Brunnen). Er gilt als der größte europäische Figurenbrunnen des 20. Jahrhundert und wurde geplant um einen U-Bahn-Belüftungsschacht zu verbergen.

Der Schöne Brunnen befindet sich am Rande des Hauptmarkts und direkt neben dem Rathaus. Erbaut wurde das 19 Meter hohe Denkmal um 1390. Durchaus im Laufe der Zeit restauriert steht seit 1903 eine Kopie aus Muschelkalk während sich das verwitterte Original im Germanischen Nationalmuseum befindet.

Die Nürnberger Burg liegt nördlich der Pegnitz (Fluß durch Nürnberg). Ein kleiner Spaziergang führt einmal durch die Anlage – die Innenräume sind mit Führungen besuchbar. Aber allein für den Blick über die ganze Stadt lohnt der etwas steilere Aufstieg. Das Albrecht-Dürer-Haus, einer der bekanntesten Söhne der Stadt, hatte sein Haus etwas unterhalb der Burg.